{"id":4813,"date":"2021-01-14T21:41:00","date_gmt":"2021-01-14T21:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/confido-initiativen.de\/?page_id=4813"},"modified":"2021-03-09T08:58:06","modified_gmt":"2021-03-09T08:58:06","slug":"fa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/confido-initiativen.de\/index.php\/2021\/01\/14\/fa\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg zur Realisierung"},"content":{"rendered":"<a href=\"javascript:history.back();\">Zur\u00fcck (vorhergehende Seite)<\/a>\n\n\n\n<div style=\"height:24px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\t\t\t\t<div class=\"wp-block-uagb-table-of-contents uagb-toc__align-left uagb-toc__columns-1  uagb-block-46ba2271 AB     \"\n\t\t\t\t\tdata-scroll= \"1\"\n\t\t\t\t\tdata-offset= \"155\"\n\t\t\t\t\tstyle=\"\"\n\t\t\t\t>\n\t\t\t\t<div class=\"uagb-toc__wrap\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"uagb-toc__title\">\n\t\t\t\t\t\t\tInhaltsverzeichnis\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"uagb-toc__list-wrap \">\n\t\t\t\t\t\t<ol class=\"uagb-toc__list\"><li class=\"uagb-toc__list\"><a href=\"#1familienbetrieb\" class=\"uagb-toc-link__trigger\">1.\u00a0Familienbetrieb<\/a><li class=\"uagb-toc__list\"><a href=\"#2resilienz\" class=\"uagb-toc-link__trigger\">2.\u00a0Resilienz<\/a><li class=\"uagb-toc__list\"><a href=\"#3arche\" class=\"uagb-toc-link__trigger\">3.\u00a0Arche<\/a><\/ol>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ziel unserer P\u00e4dagogik sind kompetente und m\u00fcndige Menschen, die Verantwortung f\u00fcr ihr Leben und das Leben der Gemeinschaft \u00fcbernehmen. Neben den S\u00e4ulen P\u00e4dagogik und Therapie, stehen f\u00fcr uns gleichrangig die Berufs- und Lebenspraxis. Zu unserer Verantwortung geh\u00f6rt, die Kinder auf das Leben vorzubereiten und ihnen das mitzugeben, was sie in der Zukunft ben\u00f6tigen. Verantwortung f\u00fcr das eigene Leben \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, erfordert berufliche und lebenspraktische Kompetenzen, die real ge\u00fcbt werden m\u00fcssen, was nur gelingt, wenn sie auch unmittelbar erlebbar sind. Die Schwierigkeit ist, dass realit\u00e4tsnahe Bedingungen wesentlich aufw\u00e4ndiger zu realisieren sind als die Gestaltung der Wohn- und Spielr\u00e4ume in einer Wohngruppe. Auch ergeben sich andere Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Pr\u00e4gung beruflicher und lebenspraktischer Kompetenzen erfordert in diesen Bereiche selbst gepr\u00e4gte Mitarbeiter, die in diesen Berufen eine Ausbildung und Berufserfahrung besitzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-1024x521.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6514\" width=\"1045\" height=\"532\" srcset=\"https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-1024x521.jpg 1024w, https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-300x153.jpg 300w, https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-768x391.jpg 768w, https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-1536x781.jpg 1536w, https:\/\/confido-initiativen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-1-2048x1042.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1045px) 100vw, 1045px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp;Familienbetrieb<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Ideal f\u00fcr die Umsetzung dieser Ziele ist f\u00fcr uns ein Familienbetrieb, in dem Arbeit und Leben organisch verzahnt sind. Hierzu haben wir eine Landwirtschaft und diverse Werkst\u00e4tten aufgebaut. Um die berufliche Arbeitswelt m\u00f6glichst realit\u00e4tsnah abzubilden, haben wir uns nach au\u00dfen ge\u00f6ffnet. Auftr\u00e4ge, Kunden und eine Gewinnorientierung schaffen die erforderlichen Rahmenbedingungen, in die auch unsere Hauswirtschaft und Haustechnik integriert sind. Anmerkung: es ist unser klares Ziel, der Gefahr einer Orientierung an den Prinzipien des \u00f6ffentlichen Dienstes vorzubeugen, wie sie f\u00fcr viele Einrichtungen typisch ist. Eine realistische Pr\u00e4gung psychosozialen Einstellungen und Haltungen kann nur in einem Milieu erfolgen, das an betrieblichen Grundprinzipien ausgerichtet ist. Die Kinder m\u00fcssen erleben, dass nicht alles selbstverst\u00e4ndlich da ist. Das Erleben, dass alles, was man konsumiert, erarbeitet werden muss, dass der Erfolg ein Mehr und der Misserfolg ein Weniger an M\u00f6glichkeiten mit sich bringt, muss erlebbar werden, wie in einem Betrieb der freien Wirtschaft auch. Dazu m\u00fcssen die Kinder \/ Jugendlichen f\u00fcr sie erlebbar in die betrieblichen Abl\u00e4ufe eingebunden werden. Sie m\u00fcssen vor allem lernen, Verantwortung auch f\u00fcr das Ganze zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ale eine gef\u00e4hrliche Entwicklung sehen wir die Pr\u00e4gung einer staatliche Versorgungshaltung (Hartz-IV-Mentalit\u00e4t), wie sie oft bei den Herkunftsfamilien vorliegt, mit dem Abtreten der eigenen Lebensverantwortung an den Staat. Eine Gefahr besteht auch darin, das Heim als einen Lebensraum mit Rundumversorgung zu erleben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp;Resilienz<\/h2>\n\n\n\n<p>Resilienz wird treffend als das Immunsystem der Seele bezeichnet. Es ist die psychische Widerstandskraft, schwierige Lebenssituationen und R\u00fcckschl\u00e4ge ohne anhaltende Beeintr\u00e4chtigung zu \u00fcberstehen. In der P\u00e4dagogik hat die Bedeutung der Resilienz in den Jahren zugenommen. Was n\u00fctzen F\u00e4higkeiten, die bei kleinen Ersch\u00fctterungen instabil werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf unserem Weg ist uns bewusst geworden, dass psychische Stabilit\u00e4t nicht wie der Inhalte eines Lehrplans vermittelt werden, oder als Ziel in einem Hilfeplan vereinbart werden kann. Die Psychologie tut sich schwer, Methoden zu benenne, durch die die psychische Widerstandskraft gest\u00e4rkt werden kann. Unsere Erfahrungen weisen in eine ganz andere Richtung. Resilienz ist keine Kompetenz, sondern h\u00e4ngt am Vertrauen, das eine Person in sich und in das Leben fassen kann. Resilienz ist ein anderes Wort f\u00fcr das Lebensfundament, auf dem das Lebenshaus steht. Ist dieses Fundament unersch\u00fctterlich fest, dann k\u00f6nnen es auch die St\u00fcrme des Lebens nicht ersch\u00fcttern und es bleibt auch bei einem psychischen Erdbeben stabil. Ein anderes Wort f\u00fcr dieses Lebensfundament ist Urvertrauen. Die Erfahrung mit traumatisierten Menschen hat diese Erkenntnis immer wieder best\u00e4tigt. Misstrauen, in sich, in Beziehungen und in das Leben allgemein, ist der tiefere Grund f\u00fcr das Misslingen.<\/p>\n\n\n\n<p>So stellte sich uns die Frage, wie wir dieses Urvertrauen, als das Immunsystem der Seele, st\u00e4rken k\u00f6nnen. Wie gesagt, ist Vertrauen keine Technik und keine Kompetenz. Vertrauen w\u00e4chst durch Vertrauen, ein anderes Wort f\u00fcr die Liebe zum Kind. Urvertrauen, als das gro\u00dfe Vertrauen, w\u00e4chst durch bedingungslose Liebe, das hei\u00dft, auch f\u00fcr das Kind da zu bleiben, auch wenn Probleme auftreten, die normal eine Entlassung rechtfertigen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.&nbsp;Arche<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Ende dieser Gedanken ein Blick zur\u00fcck zu unserem Fundament: die Beziehung zu unseren Kindern. Stellt man sich dieser \u201eelterlichen\u201c und \u201efamili\u00e4ren\u201c Beziehung und den sich daraus ergebenden Konsequenzen, dann ist man selbst in dieser Beziehung gebunden. Beziehung ist immer symmetrisch. Diese hat f\u00fcr uns erhebliche Konsequenzen: unseren Kindern wieder eine elterliche und famili\u00e4re Beziehung zu bieten, bindet uns in gleicher Weise. Freud hat dies technisch als Gegen\u00fcbertragung bezeichnet, die in der therapeutischen Beziehung zeitlich befristet ist, die vorrangig an Erwachsenen ausgerichtet war. Bei einem Kind k\u00f6nnen die elterlichen, famili\u00e4ren und heimatlichen \u00dcbertragungen nicht einfach abgeschaltet werden. Eine elterliche Pr\u00e4gung wird in das psychische \u201eErbgut\u201c des Menschen geschrieben, die lebenslang bestehen bleibt. Gerade am Gelingen dieser Neupr\u00e4gung h\u00e4ngt das Gelingen, wie es die Betroffene ausdr\u00fcckt: \u201eWir m\u00fcssen es auf anderen Wegen betreten, auf einer Br\u00fccke, die uns ein Mensch in seiner Liebe baut\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese elterliche Bindung stellt uns in eine elterliche Verantwortung, die nicht mit dem Ende der Ma\u00dfnahme, das hei\u00dft, der Einstellung der Kosten\u00fcbernahme, endet. Daher ist es unsere Absicht, den Kindern, die keine R\u00fcckkehroption in ein Elternhaus haben, eine elterliche F\u00fcrsorge auch \u00fcber die Ma\u00dfnahme hinaus zu bieten, wie es im Normalfall Eltern tun. Diese F\u00fcrsorge umfasst die Verantwortung f\u00fcr die erste und die zweite Schwelle ins berufliche und soziale Leben und die Bereitschaft, unterst\u00fctzend und auffangend bei Problemen da zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Besondere Probleme ergeben sich bei Kindern, die \u00fcber keine soziales Netz verf\u00fcgen und die auf Grund ihrer geringen Begabungen nur schwer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden k\u00f6nnen. Gerade f\u00fcr diese Kinder sehen wir in der Zukunft erhebliche Probleme. Wir haben uns dieser Verantwortung gestellt und Lebens- und Arbeitsbereiche gestaltet, die diesen Kindern ein Leben in W\u00fcrde erm\u00f6glichen sollen, wie es fr\u00fcher in einem ganzheitlichen Lebenskonzept der Fall war. &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziel unserer P\u00e4dagogik sind kompetente und m\u00fcndige Menschen, die Verantwortung f\u00fcr ihr Leben und das Leben der Gemeinschaft \u00fcbernehmen. 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